Eine Frage der Intonation – über die Mundstellung oder die Luft?

Intonation Saxophon
Auch die besten Saxophonspieler kommen um eine Sache nicht herum – die sogenannte Intonation, also das „Tunen“ des Saxophons – wie halt auch bei der Gitarre oder anderen Musikinstrumenten. Manchmal spielt man das Saxophon und man merkt, dass etwas einfach nicht stimmt – und oft bemerkt man erst viel zu spät, dass es nicht die eigene Schuld ist, dass das Saxophon so schief klingt.

Oftmals lieg das an der falschen oder sogar fehlenden Intonation. Das Problem ist: man kann ein Saxophon nicht wie eine klassische Gitarre tunen – dafür stimmt die Bauweise einfach nicht. Ein weiteres Problem: egal ob Altsaxophon, Tenor- oder Baritonsaxophon – jedes Saxophon hat eine etwas andere Intonation, die sich in verschiedenen Tonschwierigkeiten niederschlägt. Manche Töne sind bei manchen Saxophonen einfach zu hoch oder zu niedrig, stimmen aber bei anderen Saxophonen wieder. Der Saxophonist muss also diese kleinen Schwächen des Instrumentes mit seinem eigenen Spielen ausgleichen – eine der größten Schwierigkeiten beim Spielen des Saxophons.

Der richtige Ansatz

Beim Ansatz gibt es eine einfache Faustregel – drückt man stärker mit den Lippen, während man spielt, wird der Ton höher. Beim Lockerlassen wird er dementsprechend tiefer.

Man muss also beim Spielen erkennen, welche Töne des Saxophons zu hoch oder zu niedrig sind und diese dann mit dem Pressen (oder auch nicht pressen) der Lippen wieder ausgleichen. Das kann eine ganze Weile dauern und erfordert eine große Menge an Übung. Hörst du dir beim Spielen aber selbst zu, merkst du selbst irgendwann, welche Noten zu hoch oder zu tief sind und welche Töne du höher oder tiefer spielen musst, indem du deinen Ansatz veränderst. Somit kannst du irgendwann die Intonation selbst kontrollieren und somit die Schwächen deines Saxophons ausgleichen, die durch die unterschiedliche Intonation erst entstehen. In diesem Beitrag gibt es jede Menge Intonationsübungen, bei denen verschiedene Tonskalen rauf und runter gespielt werden. Somit kannst du versuchen, zu hören, welche Töne bei deinem Saxophon schief oder falsch klingen und diese dann einfach selbst ausgleichen.

Im Einklang mit sich selbst

SaxophonSaxophonspieler klagen nicht ohne Grund, dass man für das Spielen des Saxophons mit sich selbst im Einklang sein muss. Das heißt so viel wie: die Atmung muss stimmen, der Ansatz muss perfekt sein, die Körperstellung muss all dies unterstützen. Man muss die falsch intonierten Töne des Saxophons abfangen, immer auf der Hut sein, die Kehlkopfstellung, Halsspannung – all das muss absolut perfekt sein. Ganz so stimmen tut das natürlich nicht – solange man nicht in einem erstklassigen Orchester spielt, kann man hier die Gegebenheiten etwas lockern lassen.

Dennoch liegt hier ein Tropfen Wahrheit. Das Spielen des Saxophons und somit auch die richtige Intonation erfordert Übung, Selbstbewusstsein und vor allem hohe Konzentration. Deshalb: täglich 5 bis 10 Minuten üben! Nimm dir dien Saxophon, ruf eine Intonationsübung auf oder versuche selbst, verschiedene Töne zu finden. Vergleiche diese Töne mit Saxophonen im Internet oder auch anderen Instrumenten, versuche, die Unterschiede zu finden und gleiche sie dann aus. Mit der Zeit wirst du richtig gut darin werden und das fast schon allein machen – zumindest solange, bis du das Saxophon wechselst und wieder andere Töne zum Problem werden. Doch dann wirst du damit auch schon besser klarkommen – Übung macht den Meister!


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